FKK Weltweit

Heute bieten unzählige FKK-Hotels, FKK-Ferienanlagen, ganze FKK-Dörfer und FKK-Campingplätze ihre Dienste weltweit an. Die beliebtesten Ziele liegen fast vor der Haustür: Kroatien und Frankreich.

In Deutschland machen schätzungsweise 10 Millionen Menschen FKK-Urlaub. Die Vielzahl der FKK-Urlauber spornt die Reiseveranstalter zu immer ausgefalleneren Angeboten an: Nacktkreuzfahrten, Nacktwandern, Nacktskilaufen, Nacktsegeltörns, Nacktsafaris.

Der vordergründige Wunsch ist jedoch nackt baden und sonnen, eben ganz normal und natürlich urlauben.

Einige Länder verhindern durch Verbote oder Einschränkungen das hüllenlose- oder „oben ohne“-Strandvergnügen. In den arabischen und islamischen Ländern ist schon ein Bikini problematisch – noch weniger oder kein Stoff auf der Haut führt (bei Entdeckung) auf direktem Weg in eine staatliche Unterkunft (Gefängnis). Die touristische Türkei hat mit einigen Hotels/Ferienanlagen eine Sondervereinbarung.

Asien

Fast in ganz Asien, Indien, auf Sri Lanka, auf den Malediven, in Malaysia drohen sehr hohe Geldstrafen oder bis zu drei Jahre Gefängnis. Thailänder empfinden Nacktheit als Beleidigung, auch wenn „topless“ an einigen Hotelstränden praktiziert wird. Indonesien duldet an einigen Stränden „oben ohne“.

Australien

Australien hat nur wenige offizielle „clothing optional“-Strände, „topless“ ist überall unproblematisch. Neuseeland duldet „oben ohne“ und Nacktbaden an sehr abgelegenen Strandabschnitten.

Afrika

Die afrikanischen Strände sind tabu. Kenia verhängt Gefängnisstrafen, einige Hotels haben Duldungsabkommen. Für Südafrika lautet der Geheimtipp: Sandy Beach nahe Kapstadt.

Seychellen

Auf den Seychellen geht „oben ohne“, FKK in wenigen Hotelanlagen.

Karibik

Sehr hohe Geldstrafen unterstützen das FKK-Verbot in der Karibik. „Oben ohne“ wird geduldet. Lediglich St. Martin hat FKK-Strände. In der Dominikanischen Republik wird selbst „oben ohne“ ungern gesehen. Jamaika gestattet „topless“ am Negril-Strand. Kuba erlaubt nur „oben ohne“ in Cay Largo, Varadero und Cayo Coco.

Brasilien, Mexiko und Venezuela

In Mittel- und Südamerika reicht meist ein String-Tanga. Brasilianer empfinden Nackte abstoßend. Mexiko bietet einige FKK-Strände. Venezuela nur auf Isla Margarita und Los Roques.

USA

USA: Miami erlaubt „topless“, FKK nur am „Haulover Park Beach“. Am „Black’s Beach“ von La Jolla, San Diego wird FKK behördlich ignoriert. Kalifornien hat einige echte FKK-Strände, z. B. San Francisco National Recreation Area und „More Mesa“ bei Santa Barbara/Los Angeles und private Nackturlaubsgelände.
Hawaii bestraft schon „oben ohne“.

Kanada

Kanadas schönster FKK-Strand mit einem phantastischen Kliff ist Vancouvers 6,5 km langer „clothing optional“-Wreck Beach.

Europa

Europa handhabt die Erlaubnis ebenfalls unterschiedlich, Strafen fallen moderat aus. Unproblematisch sind die Benelux-Länder und Skandinavien. In Dänemark ist FKK so selbstverständlich, dass hier die „Textilstrände“ gekennzeichnet sind. Kroatien ist die FKK-Hochburg. Für Italien gilt: auf Elba wird weggesehen, auf Sizilien und Sardinien bitte nur „topless“. Frankreich hat an der Mittelmeerküste die weltweit größte FKK-Anlage: Cap d`Agde. Die Atlantikküste ist FKK-Bereich, doch Korsika kassiert 150,00 € für „oben ohne“.

Auf einigen griechischen Inseln kneifen die Tugendwächter ein Auge zu. U.a. am „Paradise-Beach“ auf Mykonos und auf Kreta. Strengstens untersagt ist Nacktbaden auf Zypern. Ferienanlagen akzeptieren aber „oben ohne“. Das gilt auch für Portugal. An kleinen Algarve-Strandabschnitten wird es mittlerweile toleriert.